Melencolia I | Kunst Cartoon von Martin Mißfeldt

Melencolia I

Bildbeschreibung

Der berühmte Kupferstich „Melencolia I“ von Albrecht Dürer stammt aus dem Jahre 1514. Diese Giraffen-Version orientiert sich stark an dem ursprünglichen Werk. Dabei sind jedoch die vier „lebendigen“ Wesen als Giraffen organisiert: die bild-dominierende, sitzende Frauenfigur rechts, der Putto, der auf einem Mühlstein sitzt, der Hund, der zusammengekauert neben der Frau liegt, sowie das Fledermaus-Fabelwesen, das am Firmament seine Bahn zieht, und auf dessen ausgebreiteten Flügeln der Titel: „Melencolia I“ zu lesen ist.

Neben diesen vier Wesen tragen zahlreiche symbolische Gegenstände zum besseren Verständnis (oder auch zur besseren Verwirrung) bei. Hervorgehoben werden soll hier zum einen das magische Quadrat rechts oben. Die Besonderheit dieses magischen Quadrats liegt in der Tatsache, dass alle horizontalen, vertikalen und diagonalen Viererreihen dieselbe Summe ergeben (34). Weiterhin ist natürlich der berühmte Rhomboeder zu nennen, dessen komplexe Form Sie persönlich erfahren und ergründen können: Bastelanleitung.

Darüber hinaus kennzeichnen folgende Attribute den „melancholischen Zustand“: Kometenschweif, Regenbogen, Schürfeuer (Schmiede), Hammer, Waage, Sanduhr, Sonnenuhr (darüber), (Stunden-) Glocke, Leiter, Wagenrad.

Dürer leitet mit seinem Kupferstich eine Wende im künstlerischen Selbstverständnis ein. Während vorher der Künstler eher Handwerker war, wird er nun zum grübelnden Denker. Er erschafft nicht nur die Werke, er erfindet sie als Reflexion auf die Welt. Kunsthistorisch gesehen ist dieser Meisterstich von Albrecht Dürer eines der bedeutsamsten Zeugnisse in der Entwicklung von Kunst und Künstlerbild.

Weiterführende Links

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