Künstlerische Themen - Sinnsuche in Kunstwerken

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Meine Themen für Grafik, Kunst und Malerei

Ölmalerei - Strukturen des Farbauftrags
Sehtest 17 + 4 - "Was soll das eigentlich alles!?"

Auf dieser Homepage habe ich neben meinen Bildern eine Reihe von Artikeln veröffentlicht, bei denen es um technische Herangehensweisen ud Methoden geht - technisch im handwerklichen Sinne. Mindestens genauso wichtig für die küntslerische Produktion sind jedoch die Themen, die man bearbeitet (genau genommen halte ich das sogar für wichtiger als das handwerkliche Können).

Die Themen an sich sowie die Art, wie man sich daran abarbeitet, fügen sich im Laufe der Zeit zu einer Künstler-Biografie zusammen. Oft merkt man es gar nicht, während man in die Arbeit vertieft ist. Aber dadurch, dass man als Künstler weitgehend selbstbestimmt arbeiten kann, entsteht automatisch so eine biografische Ausflistung dessen, woran man gearbeitet hat. Der matereille Ausdruck davon sind die Werke, in meinem Fall Grafiken (oft digital), Zeichnungen, Aquarelle, Ölbilder, aber auch Videos (meist Zeitraffer-Videos, die einen Schaffensprozess zeigen.

Auf den folgenden Seiten will ich versuchen, meine Themen - größtenteils rückblickend - darzustellen. Das kann anderen möglicherweise helfen, die sich vergleichbare Gedanken machen. Und mir hilft es hoffentlich, in den allseits bekannten "Krisenphasen", in denen man eben nicht mehr weiß, wie es weiter gehen soll (kann), eine Refelxionsebene zu finden, von der aus man sein eigenes Schaffen besser überblicken kann. Möge es aus dieser Herabschau alles etwas leichter und heiterer wirken ...

Während meines Studium kam mein Professor (Georg Baselitz) ab und zu in unser Atelier an der Kunsthochschule, um zu schauen, woran wir arbeiten. von allem, was er seinerzeit zu mir und anderen gesagt hat, ist mir ein Satz am klarsten in Erinnerung geblieben (weil er ihn fast immer und zu jedem gesagt hat):

Was machen Sie da eigentlich???

Diese Frage ist - nicht nur weil sie von meinem Kunstprof kam - fundamental. Was macht man da eigentlich? Um eine Antwort zu finden, muss man sich seiner Arbeit bewußt werden. Wer sich "nur" um handwerkliche Fragen gekümmert hat, wurde schnell und ohne Gnade in die Hobby-Künstlerecke gestellt. Handwerk ist etwas zur Kontempaltion, etwas, was über die Freude am Machen zu innerer Ruhe führt.

Für einen (angehenden) Künstler, der mehr als nur ein Hobby betreiben will, ist die Frage von zentraler Bedeutung. Und wenn das Handwerk nur zweitrangig ist, quasi ein notwendiges Übel, dann liegt die Betonung des Satzes "Was machen Sie da eigentlich!?" nicht auf "machen", sondern auf "WAS!?".

Was sind also nun meine Themen?

Ich habe mir im Laufe der Jahre nur relativ wenig Gedanken um die Frages des "Was" gemacht. Ich habe meist einfach gemacht? Das ist auch gut und in Ordnung, denke ich. Aber ich muss eigestehen, dass ich auch tatsächlich lange überhaupt nicht um die Frage geschert habe, ob das denn nun Kunst sei oder nicht. War mir egal, ich habe es gemacht, weil ich es wollte - und weil es mir in meinem Dasein genutzt hat. Auch ich lebe in einer Gesellschaft, in der man Geld verdienen muss. Und irgendwie durch Zufall ist es mir gelungen, die bildnerischen (und textlichen) Werke so zu monetarisieren, dass ich damit Geld verdienen konnte.

Die folgenden Absätze sind zunächst einmal eine lose Sammlung. Ich werde sie hoffentlich irgendwann einmal chronologisch sortieren, wobei das vielleicht auch gar nicht nötig ist ...

[Work in progress - ich arbeite an dieser Seite...]

Giraffen-Cartoons

...

Sehtests (Sehtestbilder)

 

Optische Täuschungen / visuelle Phänomene

 

Brillen

 

(Licht-)Mikroskope: Blick ins unbekannte Kleine

 

Blut

Möglicherweise biografisch bedingt (Vater ist Arzt) interessiert mich das Thema Blut. Blut ist das Versorgungssystem des Organismus, eine Art Kanalsystem, das ungeheuer komplex und feinteilig ist. Das Herz pumpt unsere Leben lang ununterbrochen mit ungeheurem Kraftaufwand das Blut durch den Körper - jede Art von Verschnaufspause kann tödlich sein. Das Blut besteht aus Blutplasma, einer Art wässriger Lösung, in dem Blutzellen schwimmen. Im Prinzip gibt es drei arten: Erythrozyten (rote Blutkörperchen für die Sauerstoffversorgung), Leukozyten (Abwehrzellen gegen Eindringliche und Fremdsoffe) und Thrombozyten (Gerinnungspolizei, die dafür sorgt, dass die Blutbahnen intakt bleiben).

Durch eine eher zufällige Laune habe ich im August 2013 eine Website gestartet, die sich mit den roten Blutkörperchen befasst (Erythrozyten.net). Dafür habe ich inzwischen fast 100 Artikel geschrieben und zahlreiche Bilder und Grafiken erstellt. Die Website läuft ganz gut, d.h. sie hat täglich über 1000 Besucher, die über die Suchmaschine Google oder über Verlinkungen von anderen Websites dorthin finden. Dank der Werbebanner, die in den meisten Artikeln integriert sind, trägt sie zu meinem Einkommen bei - und damit zu meiner finanziellen Unabhängigkeit, die mir erst das künstlerishce Arbeiten ermöglicht.

Leider hat die Erythrozyten-Website ein Problem: sie ist thematisch relativ eng begrenzt. Als das Thema rote Blutkörperchen mit allem, was aus meiner Sicht so dazu gehört, weitgehend gesättigt war, fing ich an, über Thrombozyten zu schreiben. Das sind die weißen Blutkörperchen - und irgendwie macht es thematisch keinen Sinn, das Thema auf der Erythryzen-Website auszubreiten.

Daher habe ich im Dezember 2017 ein neues, wesentlich breiter gefasstes Projekt gestartet: Blutwert.net. Blutwerte sind die Werte, die man als Ergebnis einer Blutentnahme aus einem Fachlabor bekommt. Es können unzählie Kleinstbestandteile des Blutes analysiert werden - und sie alle zusammen können sehr viel über den Zusatz eines Organismus aussagen.

Bei Blutwert.net kann ich nun auch die Themen Thrombozyten. leukozyten und noch viel mehr ausarbeiten, ohne dass ich auf eine inhaltliche bzw. konzeptionelle Grenze stoße.

Einheiten

Faszinierend ist das Thema "Einheiten". Schon auf der Lichtmikroskop-Seite bin ich darauf gestoßen, als es darum ging, winzige Längeneinheiten zu beschreiben (z.B. Mikrometer, um die Größe von Zellen zu beschrieben). Auf der Blutwert-Seite kam es dann erneut auf mich zu: hier geht es um Volumen und Gewicht von Blutzellen oder deren Bestandteile. Ich habe dafür eine Reihe von Grafiken erstellt, die die Verkleinerungsschritte begreifbar machen sollen. Es ist schier unvorstellbar, wie klein die Strukturen bzw. die Bausteine eines lebenden Körpers sind. Hier die Infografik, die den Volumen-Inhalt eines Erythrozyten veranschaulicht - man fndet sie auf der Unterseite: Wie viele Blutzellen hat ein Mensch?

Ölmalerei - Strukturen des Farbauftrags
Infografik Volumeneinheiten - Unterseite: wie viel Blutzellen hat ein Mensch?

Das Thema Einheiten ist auch deshalb so spannend, weil es noch eine weitere Komponente hat: das der Skalierung. Auf der Infografik sieht man, dass ich den Milliliter als 1000 kleine Rechtecke dargestellt habe. Wenn man davon eins nimmt und dieses wiederum in 1000 Einzelteile zerlegt, kommt man eine Stufe tiefer. Ein typischer Fall von Skalierung.

Skalierung

Skalierung ist auch ein Thema, auf das ich bei meiner künstlersichen Arbeit immer wieder stoße. So richtig bewusst wurde es mir, als ich versucht habe, in einem artikel die unterschiede zwischen analoger und digitaler Malerei zu beschreiben. Beim herkömmlichen Malprozess entscheidet man sich am Anfang, quasi als erste Entscheidung des Schaffensprozesses, für ein Format. Egal ob Aquarell, Öl, Zeichnung, Linolschnitt oder was auch immer - immer muss man vorher festlegen, wie groß der Bildträger sein soll.

Ganz anders ist es bei der digitalen Malerei. Hier beginnt man mit einer leeren Datei. Die hat zwar auch festgelegte Pixelmaße und eine bestimmte Auflösung, aber man kann das jederzeit beliebig verändern. Man kann die Auflösung vergrößern, die Kanten beschneiden oder verbreitern, alles nur ein paar Klicks.

Zudem hat man bei der Arbeit am PC immer die Möglichkeit, ein Bild mit einer Lupe zu verkleinern oder zu vergrößern (ohne dass man die Quelldatei dabei verändert). Diese Art der optischen Skalierung ist beim Malen und Zeichnen ungeheuer hilfreich. Während das Kleinste bei der Arbeit auf Papier oder einem fetsen Bildträger immer durch das Auge begrenzt ist, kann man am PC einfach mit der Lupe in das Bild klicken und erkennt ohne Anstrengung feine Details, die man weiter bearbeiten kann.