Kunst & Malerei Blog von Martin Mißfeldt

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Kunst und Malerei Blog von Martin Mißfeldt

Dieser Blog bietet Informationen über meine Arbeiten und stellt andere Künstler und Bilder vor.

Speedpainting : Malerei Zeitraffer-Video

Speedpainting – Was ist das? Ich habe mittlerweile über 30 dieser Bilder / Videos gemalt, die ich so nenne. Aber was ist eigentlich ein Speedpainting und wie kann man es definieren. Um der Sache näher zu kommen, habe ich mal einige Recherchen angestellt, die ich im folgenden mal zusammentragen möchte.

Manchmal wird ein speedpainting als solches bezeichnet, weil der Malprozess als Zeitraffer-Video vorgeführt wird. Dadurch wirkt es zunächst so, als wäre besonders schnell gemalt worden. Diese Tatsache macht das Video sicherlich spannend und attraktiv. Und auf den ersten Blick scheint der Begriff „speed painting“ einleuchtend. Aber schon bei zweiten Nachdenken wird klar, dass das Bild natürlich nicht so schnell gemalt ist. Ein speedpainting muss sich anders definieren. (mehr …)

Uralte Jugendbilder aus der Mottenkiste

Gestern habe ich wieder 6 Bilder aus der Mottenkiste gekramt und digitalisiert. Ich fühle mich manchmal wie ein Wissenschaftler, der über ein bestimmtes Thema recherchiert. Teilweise sind die Bilder schon so weit weg, das ich mich kaum noch daran erinnert hätte, wenn sie nicht vor mir liegen würden. Das hat aber den Vorteil, dass man die Sachen ganz anders beurteilt. Viele Bilder, die ich früher eher als „Unfälle“ bezeichnet hätte, bekommen in der Rückschau (vor dem Hintergrund der Bilder, die ich danach gemalt habe) eine ganz neue Bedeutung.

Das Aquarell links mit einem „Giraffenkopf“ (1992) ist eigendlich gar kein Jugendbild, sondern stammt aus der Zeit meines Kunststudiums. Es entspringt einer Phase, in der ich mit Aquarellfarbe und reinem Alkohol als Verdünner gearbeitet habe. Es war in dieser Serie eine große Ausnahme, weil ich hier nicht symbolische, kinderartige Kürzel, sondern eher nach der Natur gemalt habe. (mehr …)

Relativ unentschieden: die letzten Ölbilder

Heute habe ich wieder ein paar Bilder digitalisiert und online gestellt. Vorstellen möchte ich zwei Ölilder, die ich 1994 gemalt habe. Sie gehören in eine Phase, in der ich Begriffe in die Bilder gamalt habe. Oder, nein: genau das eben nicht. Die Begriffe sind aus der farbigen Grundierung ausgespart. Das Bild ist also um die Begriffe herumgemalt, die dann eher nebenbei sichtbar geworden sind.

Das Bild links zeigt das „Schwimmbad in Itzehoe„. Als Jugendlicher habe ich dort die heißen Sommertage verbracht. Im Hintergrund der Zehnmeterturm, den die ganz besonders Kühnen nutzten, um Mädchen, nein, eigentlich die Jungs zu beeindrucken. (mehr …)

Der Jaguar aus Jena und andere Auto-Bilder

Manchmal erlebt man unerwartete Überraschungen: Da habe ich vor kurzem eine Bleistift-Zeichnung von mir gefunden, die ich überhaupt nicht mehr auf dem Schirm hatte. Dabei ist „Der Jaguar aus Jena“ eine der größten Bleistift-Zeichnungen, die ich je gezeichnet habe (70 x 50 cm). Aber das eigentlich Interessante daran ist, dass ich im letzten Jahr zwei Speedpainting-Videos von Autos gemalt habe. Und schon damals konnte ich nicht fassen, was mich dazu bewogen hat. Aus tiefster Überzeugung bin ich ein Autohasser. Ich höre nicht gerne Autos, ich rieche nicht gerne Autos, ich fahre nicht gerne Autos. Und daher sehe ich auch nicht gerne Autos. Eigentlich. Aber es gibt da offenbar eine Ausnahme: eben den Jaguar. … (mehr …)

Metaphysische Skizze: Anfang bis Ende

Nach zwei Wochen Urlaub (eine Woche total-offline – es war hart, aber ging) geht es nun in die Jahresendrallye. Ich habe wieder mal mehrere Kisten mit Hunderten von alten Blättern vom Dachboden meiner Eltern mitgebracht. in den nächsten Tagen wird ordentlich gescannt. Zwei Blätter aus einer Art „metaphysischen Phase“ habe ich schon mal bereitgestellt. Links sieht man die Bleistiftzeichnung „Anfang bis Ende“ aus dem Jahr 1993, wenn ich mich richtig erinnere. Dummerweise habe ich das Blatt nicht datiert. Aber es gibt mehrere vergleichbare Bilder auf dem gleichen Papier, so dass der Schluss nahe liegt. Also: was soll das denn? (mehr …)

Kunst Druckgrafik – Gute Kunst kommt von innen…

Ein Giraffen Kurz-Comic: Der Maler steht in seinem Atelier. Ein existenzialistischer Maler. Einer, der seine Mission ernst nimmt. Er sucht sein Innerstes. Das, was von ganz tief Innen kommt. Aus ihm heraus…

Er sucht und sucht und würgt und drückt. Und schließlich ein großer Knall, es platzt förmlich aus ihm heraus. Er hat es geschafft und auf die Leinwand gebracht: sein Innerstes, die Seele seines Daseins. Es ist nicht einfach, in der heutigen Zeit noch selbstkritische Reflexionen auszudrücken.

Melencolia I – Albrecht Dürer Cartoon

Der berühmte Kupferstich „Melencolia I“ stammt aus dem Jahre 1514. Diese Giraffen-Version orientiert sich stark an dem ursprünglichen Werk. Dabei sind jedoch die vier „lebendigen“ Wesen als Giraffen organisiert: die bild-dominierende, sitzende Frauenfigur rechts, der Putto, der auf einem Mühlstein sitzt, der Hund, der zusammengekauert neben der Frau liegt, sowie das Fledermaus-Fabelwesen, das am Firmament seine Bahn zieht, und auf dessen ausgebreiteten Flügeln der Titel: „Melencolia I“ zu lesen ist. (mehr …)

Leonardo da Vinci – Portrait Cartoon

Leonardo da Vinci: das große Universalgenie der italienischen Renaissance steht im Regen. Sein kreatives Schaffen scheint keine Grenzen zu kennen. In seinem Selbstportrait hat er sich vermutlich um 1512 als ca. 60 jähriger Mann dargestellt. Der große Meister, mit Rötel auf Pergament geworfen. Husch husch, und macht dabei ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter

Einige Forscher sehen darin ja Ähnlichkeiten zur Mona Lisa. ??? Wie? Wo? Ich seh sie nicht…

Fakt ist, dass Leonardo uns derart umfangreiches Material hinterlassen hat, dass es für Generationen von Forschern und Wissenschaftler immer wieder neues zu entdecken gab und gibt. Im Gegensatz zu Albrecht Dürer, der nördlich der Alpen ein völlig neues Künstlerbild und -selbstverständnis etablieren konnte, sah Leonardo seine bildnerischen Fähigkeiten eher als zweitrangig an… (mehr …)

Mal-Reise nach Capri

Die „Lust auf Reisen – Künstler auf Reisen“ ist der Titel einer Ausstellung im Landesmuseum Münster. In ihrem „kunstfreunde-blog.de“ hat Christiane Hoffmann die Ausstellung vorgestellt. Beim Lesen fiel mir auf, dass auch für mich eine „Malreise“ von entscheidender Bedeutung war.

Alles begann damit, dass ich als Zwölfjähriger ein Ölbild von meinem Urgroßvater Friedrich Mißfeldt entdeckte, das auf ca. 80 x 100 cm einen steil ins Meer abfallenden Felsen zeigte. Mein Großvater erklärte mir darauf hin, dass sein Vater zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Malreise auf die Insel Capri unternommen hat. Ich war begeistert und in meinem Kopf reifte eine Sehnsucht… (mehr …)

Realistisches Bleistift Stillleben zerschnitten

Dieses Stillleben mit Geige habe ich im Juni 1987 mit Bleistift auf Papier gezeichnet. Die Größe des Blattes ist ca. 40 x 50 cm. Ich war damals 18 Jahre alt und hatte das Abi gerade hinter mir. Mein Kunstunterricht (KKS Itzehoe) war ganz schön und ich hatte meist auch ordentliche Zensuren, aber für eine Bewerbungsmappe reichte das, was wir im Unterricht produzieren sollten, nicht aus. An meiner Schule gab es keinen Leistungskurs Kunst. Ich orientierte mich daher an einem Kunst-Leistungskurs einer anderen Schule (AVS Itzehoe), wo man sich gezielt auf eine Bewerbungsmappe für ein künstlerisches Studium vorbereitete. Grundtenor war: erst mal beobachten und realistisch zeichnen. Also habe ich alles mögliche Gerümpel, das mich täglich umgab, vor mir drapiert und abgezeichnet. (mehr …)