Neue Aquarellbilder und Artikel über Aquarellmalerei
Gestern habe ich wieder einige Bilder online gestellt. Es sind 12 Aquarelle, die 1989 während einer Malreise nach Naxos (Griechenland) entstanden sind. Links das Bild “Fluss Quelle“.
Ich habe aus diesem Grund einen kleinen (!) Artikel verfasst, in dem ich mal die wesentlichen Fakten rund um die Aquarellmalerei zusammengefasst habe. Die einschlägige Literatur und die im Web verfügbaren Artikel haben aus meiner Sicht ein großes Manko: sie vergessen die Bedeutung des Wassers. Im Grunde würde ich Aquarellmalerei als “Wassermalerei mit beigemischten Farben” betiteln. Hier ist der ganze Artikel über “Aquarellbilder malen – Aquarellmalerei” zu finden. Hier soll es jetzt im Wesentlichen um die neu eingestellten Bildern gehen. …
Die erste Malreise nach Naxos fand im Frühjahr 1989 statt. Ich war im 2. Semester meines Kunststudiums. Ein Kommilitone (Martin Schiegnitz) organisierte die vierwöchige Fahrt in das alte Kloster von Naxos. Glücklicherweise war ich einer der ca 25 Teilnehmer, Alles Kunst-Studenten. Es war eine ziemlich schöne Reise. Das Wetter ist Ende März/Anfang April optimal (wer fährt schon im Sommer ans Mittelmeer?). Auch die drei Tage Athen haben eine tiefen Eindruck hinterlassen. Das alte Kloster war bestenfalls spartanisch ausgestattet. In jedem Zimmer stand ein Bett und ein Stuhl. Klosterzimmer eben. Aber gerade der fehlende Komfort erlaubt ja die Wahrnehmung des Wesentlichen.
Die Fahrt war auch deshalb so klasse, weil wir wie die Verrückten gemalt und uns gegenseitig motiviert haben. Auf dieser Reise habe ich mich zum ersten Mal ernsthaft mit Aquarellmalerei beschäftigt. Eigentlich ist keines der Bilder im handwerklichen Sinne wirklich befriedigend. Zum Glück bin ich davon überzeugt, dass das Handwerk bestenfalls zweitrangig ist
Interessant an diesen Aquarellbildern finde ich vor allem, dass ich sie in der südlichen Sonne des Mittelmeers gemalt habe. An den oft etwas bröckeligen Häuserwanden bricht sich das Licht besonders und erzeugt eine unglaubliche Strahlkraft. Alle Bilder bemühen sich, Licht und Schatten einzufangen.
Aber im Grunde sind alle diese Bilder geprägt von der Suche nach einer Abstraktionsform, die über das Motiv hinaus gehen. Das Aquarell als Ausdruck handwerklichen Könnens fand ich langweilig, mich interessierte, Bilder (im künstlerischen Sinne) zu malen.
Die Versuche mit der “Quelle” (siehe oben) oder der “Whisky-Flasche” (rechts) haben mich damals nicht sonderlich weit gebracht. Nachdem die Reise vorüber war, begann ich sofort wieder mit der Ölmalerei. Und es stand ein schaffensreicher Sommer und Herbst 1989 bevor. Diese Schaffensmonate wurden dann jäh durch die Wiedervereinigung und die damit zusammenhängenden Ereignisse gestoppt. Aber die Geschichte kommt später einmal…
27. Juni 2009 um 20:08
Wow da besteht echtes Potential. Wir suchen nämlich noch Leute wie Sie. Falls Sie Interesse haben einfach dem Link unserer Homepage folgen.
Viele Grüße und weiter so
07. Juli 2009 um 22:30
Ich bin normal kein Fan der Aquarell Malerei. In ihrem Fall aber bin ich überzeugt von einem großen Potenzial. Besonders faszieniert bin ich von der Farbwahl und den plastischen und greifbaren Motiven. Sehr gut. Weiter so…