Aquarell “Giraffe badet”

Ganz schön blöd: ich installiere einen Blog für Kunst und Malerei – und komme überhaupt nicht dazu, etwas Sinnvolles zu schreiben. Aber da der Sommerurlaub in diesem Jahr zwecks Verdingung fürs monetäre Wohl ins Wasser fallen musste, hat die Familie in diesen Herbstferien absolut Vorrang (wie auch sonst, natürlich
Damit dieser Blog nicht in Ermangelung an Beiträgen baden geht, stelle ich diesmal kurz und knapp ein Aquarell von 1992 vor. Auf einem Bütten-Papier von 40 x 40 cm ist die untere Hälfte lasierend fleckig blau gemalt. Eben Wasser. Darunter, bzw. darin schwimmt eine Giraffe. Nur der Hals schaut leuchtend Gelb aus dem Wasser, Kopf und Körper sind untergetaucht und schimmern grünlich. Komposition und Malerei sind denkbar einfach, mit voller Konzentration auf das Wesentliche: Giraffe badet (im Wasser).
Das Blatt ist maltechnisch ein Experiment. Als Lösungsmittel habe ich statt mit Wasser mit reinem Alkohol gemalt. Reiner Alkohol ist sehr flüchtig, das heißt, er trocknet sehr schnell. Die blaue Aquarellfarbe ist also in rasanten Tempo hingemalt. Dennoch sind einige dunkle Flecken stehen geblieben. Meine damalige Sorge, dass der Alkohol die Farbpigmente oder das Bindemittel (Gummi arabicum) der Aquarellfarbe angreifen würde, hat sich bis heute nicht bestätigt.