Mona Lisa Kopie | Speed painting von Martin Mißfeldt

Mona Lisa Kopie

Video

Hier das entsprechende speedpainting Video, das zeigt, wie das Bild "Mona Lisa Kopie" entstanden ist.


Quelle: youTube Speedpainting "Mona Lisa Kopie"

Mona Lisa Kopie: Bildbeschreibung / Weblinks

Die "Original Mona-Lisa" wurde von Leonardo da Vinci gemalt. Sein weltberühmtes Meisterwerk zeigt eine Frau mit einem rätselhaften Lächeln.

Bei Wikipedia wird das Bild folgendermaßen beschrieben: "Die junge Frau [Lisa war etwa 24 im Jahr 1503] auf dem Bild sitzt in einem Stuhl auf einem Balkon vor einer fremdartigen Landschaft. Die Armlehne des Stuhls ist ebenso wie ihr Torso parallel zur Bildebene positioniert. Das Gesicht ist dem Betrachter zugewandt, die nach links gerichteten Augen blicken ihn scheinbar an [sehr ungewöhnlich für die damalige Darstellungsweise]. Sie hat volle Wangen, eine breite Stirn und keine (!) Augenbrauen. Der linke Mundwinkel des geschlossenen Mundes deutet ein Lächeln an. Die linke Hand umgreift die linke Armlehne, und die schlanken Finger der Rechten ruhen anmutig auf der Linken. Auf ihrem Haar liegt ein feiner, durchsichtiger Schleier, ihr Kleid fällt in schlichten Falten, den Mantel hat sie sich über die linke Schulter gelegt." Quelle: "Wikipedia: Mona Lisa"

Wer ist die Dargestellte? Wer ist Mona Lisa?

Ein Grund für die Berühmtheit ist sicherlich, dass es bis heute nicht gelungen ist, die Dargestellte zweifelsfrei zu identifizieren. Die erste Zuordnung wurde von Giorgio Vasari, dem großen italienischen Chronisten der italienischen Kunstgeschichte, vorgenommen. Er nannte das Bild "Lisa del Gioconda" (im italienischen wird das Bild entsprechend: "La Gioconda" genannt, franz. "la Joconde"). Sollte Vasari Recht haben - und im Grunde spricht nichts dagegen -, dann wäre die Mona Lisa die dritte Gattin des Florentiner Kaufmanns Francesco di Bartolomeo di Zanobi del Giocondo.

Weitere Identifizierungsvarianten finden sich ebenfalls bei Wikipedia zusammengefasst: "Da nur Vasari den Namen Mona Lisa (Mona oder Monna, Abk. für it. Madonna = "Frau") erwähnt, haben zahlreiche Historiker dessen Richtigkeit angezweifelt und nach anderen Fährten gesucht. So wird zum Beispiel behauptet, es könnte sich um die Favoritin von Giuliano I. de Medici handeln, eine gewisse Pacificia Brandano oder um eine der Mätressen von Charles d’Amboise, oder auch um Isabella d’Este, die Marquise von Mantua. Einige Forscher nehmen an, dass es überhaupt kein Modell gegeben, sondern Leonardo eine ideale Frau gemalt habe. Mancher merkt auch an, dass die Mona Lisa dem Selbstportrait ihres Schöpfers ähnlich sieht, er sich also selbst gemalt hat. Viel wahrscheinlicher wäre in diesem Zusammenhang allerdings, dass Leonardo seine Mutter porträtiert hat.

Eine weitere sehr verbreitete Theorie besagt, dass es sich bei der Frau auf dem Bild um die Herzogin Isabella von Aragon handelt. Sie war die Enkelin des Königs von Neapel und Witwe des Herzogs von Mailand. Beide (Leonardo und Isabella) lebten gegen Ende des 15. Jahrhunderts am Hofe von Mailand.

Eine weniger verbreitete Identifizierung steht vor dem Hintergrund der mutmaßlich homosexuellen Orientierung Leonardos. Bereits 1476 wurde ihm vorgeworfen, sich an dem 17jährigen Jacopo Saltarelli vergangen zu haben, was jedoch nicht eindeutig geklärt worden ist. Leonardo soll 1490 derartig Gefallen an dem zehnjährigen männlichen Nacktmodell Gian Giacomo de Caprotti alias Andrea Salaino Florentine (1480 - 1524) gefunden haben, dass er diesen adoptierte und insgesamt 20 Jahre bis zu seinem Tod 1519 mit ihm zusammenlebte. Wegen der Gewohnheiten Caprottis, zu lügen und zu stehlen, änderte Leonardo seinen Spitznamen von "Salaino" auf "il Salai" (= die Ausgeburt/Brut des Teufels) oder auf Französisch "mon Salai". Selbst wenn Giorgio Vasari mit seinem Begriff "Mona Lisa" eine Buchstabenumstellung für "mon Salai" gewählt hat, um indirekt die auf dem Bild dargestellte Person mit Caprotti zu identifizieren, so bleibt doch festzuhalten, dass dieses nur die Ansicht Vasaris wiedergeben würde, der Leonardo nicht persönlich kennengelernt hatte."

Man sieht also: Das Bild bzw die "Mona Lisa" bietet ein schier unerschöpfliches Interpreationspotential. Dabei wird die Phantasie und der Erfindungsreichtum, den die Interpreten an den Tag legen, einfach Leonardo in die Schuhe geschoben. Er könnte gemeint haben... Leonardo war ein Genie - warum also einfach, wenn es auch kompliziert geht. In diesem "Mona Lisa Cartoon" ist sie zum Beispiel als Giraffe dargestellt (hier das entsprechende "Selbstbildnis da Vincis", auch als Giraffen-Cartoon)

Das Lächeln der Mona Lisa

Aber selbst, wenn die Person der Mona Lisa historisch zweifelsfrei identifiziert wäre, so bliebe noch das Rätsel des Mona-Lisa-Lächelns. Sie sitzt so unglaublich sanft da, als würde sie milde über den faszinierten Betrachter schmunzeln. Vielleicht ist das der Grund, warum Leonardo das Bild nicht ordnungsgemäß abgeliefert, sondern es einfach für sich behalten hat. Sie lächelt, weil sie vermutlich geahnt hat, dass so viele Generationen von Kunstwissenschaftlern sich mit ihrem Lächeln beschäftigen würden. Dazu passt auch die "Erforschung der Mona Lisa Augen"...

Die Augen der Mona Lisa

Unglaublich, was man alles aus einem Bild heraus lesen kann. Bei Wikipedia heißt es: "Eine besondere Wirkung bekommt das Bild durch einen Trick Leonardos. Er malte das Bild mit zwei verschiedenen Fluchtpunkten (Perspektiven) – einen für den Hintergrund und einen für die Figur. Dem Betrachter fällt das nicht sofort auf; er hat nur das Gefühl, dass hier irgendetwas nicht stimmt.

Revolutionär war seinerzeit die Darstellung des Silberblicks, also den nicht exakt gleich gemalten Augen, die dem Betrachter das Gefühl vermitteln, die Person auf dem Bild würde ihn direkt anschauen (und zwar unabhängig davon, ob man direkt vor dem Bild steht oder etwas seitlich davon).

Beim Abdecken der jeweiligen Gesichtshälfte ist festzustellen, dass die linke Seite die passive ist (kein Lächeln, kaum Schatten, schwammiger Hintergrund), die rechte Gesichtshälfte somit die aktive ist (Lächeln, Schatten, aktiver Blick, klarer Hintergrund mit Mensch, Brücke und Haus).

Befremdlich ist für den heutigen Betrachter auch, dass Mona Lisa keine Augenbrauen hat. Es entsprach aber dem damaligen Schönheitsideal, wenn Frauen sich die Augenbrauen rasierten. Der französische Forscher Pascal Cotte entdeckte jedoch auf hochaufgelösten Scans, dass die Pigmente der Augenbrauen und Wimpern im Laufe der Zeit verblassten."

Wahnsinn, oder? Das Problem ist nur: das Bild verliert bei einer solchen kunstwissenschaftlichen Sezierung seinen Reiz als Bild, es wird zum puren Rätsel. Und genau das ist der Trick: Leonardo hat - wie viele Künstler nach ihm - visuelle Rätsel hinterlassen, die den ehrgeizigen Intellekt herausfordern. Und als Kunstwerk, zumal von einem vermeintlichen Genie, bietet es unendlich viel Projektionsfläche für die eigene Phantasie. Die Mona Lisa ist nicht nur ein entrücktes Engelchen, sie ist zugleich auch ein Kunst-Kreuzworträtsel...

Bild-Details

Gesicht, Augen und Lächeln Die zarten Hände Kleid mit feinem Brokat Öde Landschaft mit Brücke