Einsame Giraffe am Tschad-See | Kunst Cartoon von Martin Mißfeldt

Vorheriges Bild Nächstes Bild

Einsame Giraffe am Tschad-See

Bildbeschreibung

Nach einem Gedicht von Nikolay Gumiliev, das so geht:
Ich sehe: Du schaust heut" besonders bekümmert und bang,
und schmaler als sonst sind die Hände, umfassend die Knie.
Hör" zu: Fern am Tschad-See streift eine Giraffe entlang.
Von seltener Schönheit ist sie.

Ihr ist Harmonie voller Grazie und Wonne verliehn;
ihr Fell schmückt ein Muster, unsagbar und zauberhaft schön.
Sich ihm zu vergleichen ist einzig das Mondlicht so kühn,
das splittert und schwankt auf der Nässe sich dehnender Seen.

Fern gleicht sie dem Segel, das farbig durch Meere hin zieht;
ihr Lauf ist so schwebend wie freudige Vögel im Flug.
Ich weiß, dass die Erde viel Prächtiges, Herrliches sieht,
wenn spät sie im Marmor der Grotte zu bergen sich sucht.

Ich kenn" ferner Länder Geheimnis, manch fröhliche Mär
vom schwarzhäut"gen Mädchen, vom Felderrn, den Liebe durchglüht.
Doch du hast zu lange geatmet den Nebel so schwer;
an nichts als an Regen will glauben dein sehend Gemüt.

Und wie ich dir spreche von tropischer Vögel Gesang,
von Palmen und Düften undenkbarer Gräser - und wie …
Du weinst? Hör" … Am Tschad-See streift eine Giraffe entlang.
Von seltener Schönheit ist sie.

Hier marschiert die elegante Giraffen-Dame um den See herum. Nichts kann sie aufhalten, auch keine Stacheldrähte. Irgendwo im Hintergrund rennt ihr jemand nach, wild gestikulierend. Ist es ein Bewunderer? Oder eher jemand, der sie aufhalten will? Man weiss es nicht...

Weiterführende Links

Bild-Details

Schöne Giraffen Frau mit Hut und Schleier Kleid und Handtasche Strümpfe und Stiefel Giraffe springt über Zaun Gras